Konstantinos Kavafis | Ithaka

Konstantinos Kavafis (29. April 1863 in Alexandria; † 29. April 1933 ebenda) gilt nicht nur als einer der größten neugriechischen Dichter, sondern auch als einer der wenigen Lyriker Griechenlands, die einen festen Platz in der Weltliteratur gefunden haben.

Die Stellung Kavafis’ in der neugriechischen Literaturgeschichte ist außergewöhnlich; stets stand er abseits der literarischen Bewegungen der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts, etwa der von Kostis Palamas geführten ‘Neuen Schule von Athen’.

Von all seinen Gedichten bewahrte Kavafis durchschnittlich nur fünf pro Jahr. Lediglich aus den Jahren nach 1911, als er seinen Stil und auch seine Persönlichkeit gefunden hatte, ist uns mehr geblieben. Die Hauptmotive seiner Gedichte hatte Kavafis selbst als philosophische, historische und erotische definiert.

Nach erfolgloser Behandlung des 1932 in Athen diagnostizierten Rachenkrebses starb Kaváfis im Jahr 1933 an seinem 70. Geburtstag in Alexandria.

Ithaka, Konstantinos Kavafis

Brichst du auf gen Ithaka,

wünsch dir eine lange Fahrt,

voller Abenteuer und Erkenntnisse.

Die Lästrygonen und Zyklopen,

den zornigen Poseidon fürchte nicht,

solcherlei wirst du auf deiner Fahrt nie finden,

wenn dein Denken hochgespannt, wenn edle

Regung deinen Geist und Körper anrührt.

Den Lästrygonen und Zyklopen,

weiter, u.a. in Originalsprache, auf : B1 – FORTGESCHRITTEN GEDICHTE GriechischOhneGrenzen